Radsport

Jeden Mittwoch mindestens 100 Kilometer

Jeden Mittwoch treffen sich die „alten“ Radler an der Goldberghütte in Selb. „Wir nennen uns noch immer ,Höchstädter Radsportgruppe‘, obwohl ich der einzige Höchstädter noch bin“, sagt Dieter Hering.

Auch in Karlsbad sind die Radler unterwegs

Die Radlerkameraden kommen überwiegend aus Selb und Schönwald, aber auch aus Weißenstadt und Göpfersgrün. Otto und Sigi werden nächstes Jahr 80, Karl wird 83. Der Jüngste mit 52 Jahren ist Güven. Der ehemalige türkische Jagdflieger ist schon in Rente. „Dann komme schon ich mit 67 Jahren“, resümiert Dieter Hering. Und in dieser Altersspanne bewegen sich die anderen Sportfreunde. „Wenn alle kommen sind wir 15 Radler.“ Und die legen Wert darauf, mit Muskelkraft vorwärts zu kommen, E-Bike-Fahrer sind nicht dabei. Bei den Mittwochsrunden legt die Höchstädter Radsportgruppe immer zwischen 100 und 130 Kilometer zurück, bei sind die Radler mit einem 25er-Schnitt unterwegs. „Die Grundlage hierfür wurde in den früheren Jahren gelegt. Wir waren fast alle recht gute Marathonläufer“, erinnrt sich Dieter Hering und verrät die Bestzeit von Otto auf der 42-Kilometer-Distanz: 2:45 Stunden!

 

Radler touren durchs Nürnberger Land

Zu einer viertägigen Radtour  ist die Rentnertruppe der Radsportabteilung des ATV Höchstädt aufgebrochen. Ein Zwischenstopp der Reise war Schwabach. In dieser kleinsten kreisfreien Stadt in Bayern stieß ein guter Radsportfreund zur Gruppe.

Zunächst hatten sich die Radler am Marktredwitzer Bahnhof getroffen, denn die Mitfahrer kommen aus verschiedenen Orten des Landkreises Wunsiedel. Mit dem Zug sind sie dann bis Pegnitz gefahren. Mit ihren Fahrrädern folgten sie dem  Pegnitztalradweg bis Hersbruck. Dann per Landkarte über Altdorf, Feucht und Wendelstein bis Kornburg. Nun hatten die Teilnehmer je nach Heimatort, bereits 120 bis 130 Kilometer in den Beinen.

Die ATV-Radler in Vorra

Von Kornburg aus startete die Gruppe dann ihre Tagestouren. Begleitet wurden sie dabei  vom ehemaligen Höchstädter Sportfreund Walter Gottschling und weiteren sechs Mitgliedern  des Radsportvereins Katzwang. Einige der Teilnehmer kannten sich schon von früheren Ausfahrten. Am ersten Tag führten die ortskundigen Radler die nun 16-köpfige Gruppe Richtung Ansbach. Auch hier gab es knackige Anstiege und flotte Abfahrten zu bewältigen. Auf der Strecke lagen bekannte Orte wie Windsbach oder Wolframs-Eschenbach. Die Radsportler kannten jedoch nicht nur die schönsten Strecken, sondern auch die urigsten Wirtshäuser, so dass so manchem Einkehrschwungs nichts im Wege stand. So waren 120 Kilometer pro Tag auch kein Problem  für die gut trainierten Pedalritter. Am nächsten Tag ging es dann Richtung Süden. Zuerst wurde der Rothsee umrundet, in Thalmässing wartete  wieder eine tolle Einkehr. Da der Main-Donaukanal mehrfach überquert, oder auch unterfahren wurde, wurde natürlich auch ein Schiffshebewerk besichtigt. Von Thalmässing bis Hilpoltstein ging es auf dem „Gredl-Radweg“, einer ehemalige Bahnlinie, über die Wasserscheide Donau-Schwarzes Meer und Main-Rhein Nordsee. Auch an diesem Abend hatten die Radfahrer gute 120 Kilometer zurückgelegt. So begnügten sie sich am   letzten Tag  mit einer etwas kürzeren Strecke. Die Route führte direkt durch Nürnberg. Eine Herausforderung der besonderen Art, für Radsportler die gern in grüner Natur oder in den Alpen unterwegs sind. Aber der Pegnitztal-Radweg ab dem Wöhrdersee wurde gefunden und bis Lauf auch befahren. Von hier aus ging es wieder mit der Bahn bis Marktredwitz.

Das letzte Ziel der viertägigen Tour war dann der Gasthof „Einhorn“ in Höchstädt.Nach einem gemeinsamen Seidel Bier trennten sich die Freunde, bis zur nächsten Ausfahrt.

Dieter Hering

Unterwegs auf dem Elberadweg

Mit dem Drahtesel auf dem Elberadweg unterwegs ist das Rentner-Team des ATV Höchstädt gewesen. Mit der Bahn ging es zunächst von Marktredwitz nach Cheb (Eger) und von dort bis Ústí nad Labem. Hier startete die Tour mit dem Rad durch die Sächsische Schweiz bis Pirna. Der nächste Tag führte das sechsköpfige Team nach Meißen. Hier stärkten sich die Radler im Weingut Vincenz Richter bevor sie in die Stahl- und Sportstadt Riesa aufbrachen. Nach einer weiteren Übernachtung traten die Höchstädter wieder kräftig in die Pedale, um rechtzeitig in Torgau anzukommen, denn mit dem Zug ging es wieder zurück ins Fichtelgebirge. Nach drei Tagen und 240 Kilometern im Sattel, bei herrlichstem Radlerwetter, war der letzte Streckenabschnitt auf dem Brückenradweg von Selb bis Höchstädt nur noch ein Klacks.

Hier sind die Fotos zur Tour: